1.

Keingärten dienen der Erholung und des Wohlbefindens aller Gartenfreunde.

Seine Verwirklichung sowie das gemeinsame Miteinander bedingen, dass die Gartenfreunde gut nachbarlich zusammenarbeiten, gegenseitig Rücksicht nehmen und den ihnen überlassenen Garten auch kleingärtnerisch nutzen.

 

1.1.

Die Erhaltung und Pflege der Kleingartenanlage und ihrer Gärten sowie der Schutz von Boden, Wasser und Umwelt sind Gegenstand kleingärtnerischer Betätigung.

 

1.2.

Die gesetzlichen Bestimmungen für Boden,-Pflanzen und Umweltschutz sowie für Ordnung und Sicherheit gelten auch für Kleingärten uneingeschränkt.

- Bundeskleingartengesetz

- Stadtsatzung

Jeder Gartenfreund ist verpflichtet diesen Anordnungen nachzukommen. Der Vorstand ist verpflichtet Kontrollen durchzuführen und die Einhaltung zu gewährleisten.

 

2.

Die Bewirtschaftung der Kleingärten erfolgt ausschließlich durch den Gartenpächter und seinen Angehörigen.

Nachbarschaftshilfe bei der Gartenbewirtschaftung ist gestattet. Wird jedoch eine Zeitdauer von 6 Wochen überschritten, ist der Vorstand zu informieren.

Eine Untervermietung ist unzulässig.

Die Anpflanzung von Ziergehölzen ist nur erlaubt, wenn deren Höhe 2,50m nicht übersteigt.

Bei Pflanzungen von Obstgehölzen ist der Mindestabstand zur Gartengrenze von 2,00m einzuhalten.

 

2.1.

Das Anpflanzen von Gehölzen, die als Wirtpflanzen bzw. Zwischenwirte für Feuerbrand gelten, ist nicht erlaubt.

Bei Kern-und Steinobst sind Niederstämme erlaubt, Hochstämme dagegen verboten.

Ältere hochstämmige Bäume sind nach Absprache mit dem Vorstand zu fällen.

2.2.

Pflanzliche Abfälle sind zu kompostieren oder dem örtlichen Entsorger zuzuführen. Für die Beseitigung ist der Verursacher verantwortlich.

Das Verbrennen von nichtverwertbaren Gartenabfällen ist verboten.

(Ausnahmen regelt die Stadtsatzung vom 30.09.1999.)

 

 

2.3.

Unrat und Gerümpelablagerung im Garten und auf den Flächen der Gartenanlage sind nicht gestattet.

Bei Verstößen wird auf Kosten des Verursachers der Missstand beseitigt. Weiterhin erhält das Gartenmitglied eine aktenkundige Abmahnung.

 

2.4.

Um eine Bekämpfung von Gartenschädlingen auf biologische Art zu gestalten, ist auf den Schutz von Singvögel, Igel und Erdkröten zu achten.

(Empfohlen sind Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten)

 

3.

Im Garten ist eine Laube in einfacher Ausführung (keine Massivbauweise) in der Größe von max. 24qm Grundfläche einschl. Geräteschuppen und überdachter Freisitzfläche zulässig.

Die Laube darf in ihrer Beschaffenheit nicht als Dauerwohnsitz geeignet sein. Alle bis zum 03.10.1990 rechtmäßig errichteten und genehmigten Bauten haben Bestandsschutz.

 

3.1.

Neubau oder Umbau von Lauben oder anderer Bauten im Garten regelt der §3 des Bundeskleingartengesetzes sowie die Bauordnung vom 20.07.1990, GLB Nr. 50 und erfordert die Zustimmung des Vorstandes sowie die Bauerlaubnis der Bauaufsichtsbehörde.

- Das Errichten von Gewächshäusern, Geräteschuppen sowie massiver

Überdachungen ist nur mit Zustimmung des Vorstandes (Bauobmann)

erlaubt.

- Sitz- und Wegeflächen dürfen nicht aus aufgeschütteten Beton bestehen.

 

 

 

 

 

4.

Jeder Gartennutzer hat die an seinem Garten grenzenden Wege entsprechend zu pflegen und Unkraut frei zu halten.

Abgrenzungen zum Gartennachbar durch eine lebende Hecke ist nur gestattet, wenn eine schriftliche Einveständniserklärung vom Nachbar vorliegt.

Der Bau und die Reparatur der inneren Zäune obliegt dem Gartennutzer.

 

4.1.

Die Zwischenlagerung von Materialien außerhalb des Gartens bedarf der Zustimmung des Bauobmanns. Die Ablagerung ist dann für maximal 48 Stunden auf den dafür festgelegten Platz erlaubt.

 

5.

Jeder Gartenfreund ist verpflichtet für die Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen.

- Schliessen des Haupttores

(generell zu schließen und ab 22.00 Uhr bzw. nach Eintritt der

Dämmerung –Herbst bis Frühjahr/ Oktober bis März- abzuschließen)

- Das Nebeneingangstor ist generell zu verschließen.

- Einhaltung der Ruhezeiten.

Mo. – Fr. von 13.00 – 15.00 Uhr ( Anfang April bis Ende September)

Sa. ab 13.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig. (ganzjährig)

- Meldepflicht bei Umzug

(aktuelle Adresse und Rufnummer)

- Einhaltung der Parkordnung

 

5.1.

Auf dem in der Gartenanlage angelegten Kinderspielplatz gelten die gleichen Ruhezeiten

Eltern der dort spielenden Kinder sind angehalten in diesem Bereich für Ordnung zu sorgen.

Das Benutzen der Spielgeräte besteht auf eigene Gefahr!

Aufgetretene Mängel sind sofort dem Bauobmann anzuzeigen.

 

6.

Das Halten von Hunden und Katzen im Kleingarten ist nicht gestattet.

Hunde sind auf den Gartenwegen an der Leine zu führen.

Hunde und Katzenkot ist von dessen Besitzer sofort zu entfernen.

Eine Einfriedung (geeigneter Zaun) zum Gartennachbar ist zwingend erforderlich.

 

 

 

 

7.

Aus Gründen der Ordnung und Sicherheit werden jährlich die Zähleranlagen für Elt und Wasser überprüft.

Die Überprüfung findet im Zusammenhang mit der Zählerablesung statt.

Aufgetretenen Mängel müssen in kürzester Frist beseitigt werden.

Die Verantwortlichen für Wasser bzw. Elektro sind beim Bauobmann bzw. bei einem Vorstandsmitglied zu erfragen.

 

8.

Jedes Gartenmitglied hat im Kalenderjahr 8 Werterhaltungsstunden zu leisten.(festgelegt in der Mitgliederversammlung vom 22.11.2014)

Sonderregelungen für Männer ab 70 und Frauen ab 65 Jahren-mit dem zuständigen Bauobmann absprechen. ( 4 Stunden Arbeit - bzw.8 Stunden bezahlen ), aus Beschluß der Mitgliederversammlung

Die Arbeitseinteilung erfolgt durch den Bauobmann der Gartenanlage.

- Aushänge in den Schaukästen beachten.

Sollte ein Gartenmitglied nicht in der Lage sein die zu erbringenden Stunden abzuleisten (z.B. Krankheit) besteht auch die Möglichkeit ein Entgelt in Höhe von 12,50 €/ Stunde zu entrichten. (festgelegt in der Mitgliederversammlung vom 22.11.2014)

Die Bezahlung erfolgt mit der Gartenpacht-Rechnung.

 

9.

Jeder Gartenfreund ist verpflichtet sich entsprechend den Beschlüssen der Vollversammlung, der Vereinssatzung und den Festlegungen des Vorstandes zu verhalten.

Um Beschlüsse in der Jahreshauptversammlung herbeiführen zu können, ist jedes Vereinsmitglied stimmberechtigt.

 

Jedes Vereinsmitglied hat das Recht die gemeinschaftlichen Einrichtungen zu nutzen. (z.B. Vereinshaus kostenpflichtig lt. Aushang)

Jedes Vereinsmitglied hat dafür Sorge zu tragen, dass die geltenden Bestimmungen eingehalten werden. Bei groben Verstößen gegen geltendes Recht kann dem Vereinsmitglied nach zweimaliger schriftlicher Abmahnung die Pacht und die Mitgliedschaft gekündigt werden.

Jeder Gartenbesitzer hat zu einem festgelegten Zeitpunkt seine Gartenpacht zu entrichten –Bringepflicht-. (Rechnungslegung jeweils am Beginn eines neuen Jahres)

Die jeweilige Höhe richtet sich je nach Gartengröße, Mitgliedsbeitrag, Instandhaltungskosten, Gemeindesteuer und den Pachtzins der Stadt Zwickau sowie den Eigenverbrauch von Wasser und Strom.

 

Diese Gartenordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft!

 

Der Vorstand